Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Gesundheit & Beschwerden (12)

Gibt es einen Zusammenhang zwischen meiner Darmgesundheit, stressbedingten Beschwerden wie Schlafstörungen oder depressiven Verstimmungen und Immunsystem?

Unser Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Stressverarbeitung. Die Verdauungsprozesse werden bei Anspannung durch den Sympathikus
gedrosselt. Adrenalin aktiviert die Nervenzellen in der Darmwand, die
mit unserem Gehirn in Verbindung stehen. Die Durchblutung der Darmschleimhaut verschlechtert sich. Dies kann wiederum zu lokalen Entzündungen. Wichtige Nährstoffe wie Vitamin B6, B12 oder Folsäure
werden dann schlechter von der Darmschleimhaut aufgenommen. Dadurch
kommt es zu einem verringerten Serotoninaufbau im Gehirn. Die Folge:
Schlafstörungen, depressive Verstimmungen. Aber auch unser Immunsystem wird durch stressbedingte chronische Entzündungsprozesse und der damit einhergehenden gestörten Darmflora beeinträchtigt. Viele chronische Erkrankungen können daraus resultieren, z.B. Reizdarm, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder auch chronische Nasen-Nebenhöhlen-Infektionen
(Sinusitis).

Gibt es Hinweise, dass Cranberries besonders für Menschen empfehlenswert sind, die zu chronischen Blasenentzündungen neigen?

Ein echter “Dauerbrenner” im wahrsten Sinne des Wortes im Sommer wie
im Winter: Die Blasenentzündung! Viele Mädchen und junge Frauen leiden
unter ständig wiederkehrende Blasenentzündungen. Bei aufsteigenden
Infektionen bis in die Nieren ist der Einsatz von Antibiotika unerlässlich. Aber bei leichten und unkomplizierten chronischen
Harnwegsinfekten (kurz: HWI) gibt es auch Unterstützung aus der grünen
Natur-Apotheke, die dabei helfen kann, der “Antibiotika-Spirale” zu entkommen. Besonders zu nennen sind in diesem Zusammenhang die Cranberries, die auch als amerikanische Preiselbeeren bekannt sind. Es gibt sie als frische Früchte, als Saft, aber auch als Cranberryextrakt,
z.B. in Kapsel oder Tablettenform.

Frauen sind häufiger als Männer von einer Blasenentzündung betroffen.
Von einer chronischen oder wiederkehrenden Blasenentzündung spricht
man, wenn sie zweimal in einem halben Jahr oder aber dreimal in einem
Jahr auftritt. Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben sich Experten und Expertinnen mit der Frage beschäftigt, ob pflanzliche Mittel bei
wiederkehrenden Blasenentzündungen eine Alternative zu Antibiotika sein
können. Die Auswertung vorliegender Studien 2) zeigte einen Hinweis auf
einen Nutzen von Cranberry im Vergleich zu Placebo – sowohl was die
Rückfallrate angeht als auch bezüglich des Zeitraums bis zum ersten
Wiederauftreten.

2) Quelle: Pressemitteilung Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG: Health Technology Assessment. „Blasenentzündung – Helfen pflanzliche Mittel bei wiederkehrender Blasenentzündung“

Gibt es Hinweise, dass der Verzehr von Beerenfrüchten (z.B. Cranberries, Heidelbeeren, usw.) besonders für ältere Menschen sehr empfehlenswert ist?

Mit dem Alter bzw. dem Älterwerden gehen oft Nervenzellen und
Zellfunktionen verloren. Ist dieser Verlust, also der Schaden an unseren
Gehirn- und Nervenzellen so groß, dass ihn unser Gehirn nicht mehr ausgleichen kann, sprechen Fachleute von einer “neurodegenerativen Erkrankung”. Beispiele für neurodegenerative Erkrankungen sind z.B. Alzheimer und andere emenzerkrankungen, Parkinson, aber auch die amyotrophe Lateralsklerose (ALS).

Die Anzahl älterer Menschen nimmt bei uns stetig zu. Weil diese neurodegenerative Erkrankungen oft mit dem Älterwerden einhergehen, gelten sie als eine der größten medizinischen und gesellschaftlichen
Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Schon heute sind rund 1,5
Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz erkrankt und ca. 300.000 sind von Parkinson betroffen. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2050 sogar ca. 152 Millionen (!) Menschen an Demenz
erkranken werden – und eine Heilung ist leider (noch) nicht in Sicht!

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen daher, ob und
wie man – z.B. mit einer optimierten Lebensweise und einer gesunden
Ernährung – das Krankheitsrisiko bzw. die Schwere von neurodegenerativen
Erkrankungen verringern kann.

Und jetzt kommen die “Beerenkräfte” ins Spiel…

Flavonoiden, wie Anthocyanen und Proanthocyanidinen (PAC), die
Beerenfrüchten ihre rote, blaue oder violette Farbe geben, werden schon
lange positive Eigenschaften auf unsere kognitiven Fähigkeiten nachgesagt. Eine neue Studie 1) der University of East Anglia scheint dies zu untermauern: Sie legt nahe, dass der Verzehr von Cranberries die
Gedächtnisleistung und Gehirnfunktion verbessern und den Cholesterinspiegel senken könnte. In der Studie verzehrten aus einer Gruppe von 60 kognitiv gesunden Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter
von 50 bis 80 Jahren, eine Hälfte über 12 Wochen täglich gefriergetrocknetes Cranberry-Pulver ( entspricht ca. 100 g frischen Cranberries), während die andere Hälfte ein Placebo (also ein Präparat
ohne aktiven Wirkstoff, äußerlich nicht vom „echten“ Produkt zu unterscheiden) zu sich nahm. Der Begriff “kognitiv” stammt aus der
Psychologie und bezeichnet jene Funktionen des Menschen, die mit
Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also der menschlichen
Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen.

Studienleiter Dr. David Vazour von der medizinischen Fakultät der
Norwich Medical School (UEA) in England sagt dazu: „Wir fanden heraus,
dass die Teilnehmer, welche das Cranberry-Pulver konsumierten, eine
signifikant verbesserte Leistung des episodischen Gedächtnisses zeigten,
in Kombination mit einer verbesserten Zirkulation von essenziellen
Nährstoffen wie Sauerstoff und Glukose zu wichtigen Teilen des Gehirns,
die die Kognition unterstützen – insbesondere die Gedächtniskonsolidierung und den Abruf.“

Außerdem stellte Dr. Vazour fest: “Die Cranberry-Gruppe wies auch
einen signifikanten Rückgang des LDL- oder “schlechten” Cholesterins auf, der bekanntermaßen zur Atherosklerose beiträgt, also der Verdickung
oder Verhärtung der Arterien, die durch eine Ansammlung von Plaque in
der Innenauskleidung einer Arterie verursacht wird. Dies unterstützt die
These, dass Cranberries die Gesundheit der Blutgefäße verbessern können
und zum Teil zur Verbesserung der Hirndurchblutung und der kognitiven
Fähigkeiten beitragen können.

„Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr ermutigend, vor allem wenn
man bedenkt, dass eine relativ kurze 12-wöchige Cranberry-Intervention
zu signifikanten Verbesserungen des Gedächtnisses und der neuronalen
Funktionen führen konnte”, so das Fazit vom Studienleiter Dr. Vazour.

1) Quelle: “Chronic consumption of Cranberries (Vaccinium
macrocarpon) for 12 weeks improves episodic memory and regional brain
perfusion in healthy older adults: A randomised, placebo-controlled,
parallel-groups study”; Frontiers in Nutrition; May 19, 2022.

Warum ist die Erhaltung der Darmgesundheit so wichtig und was ist die Hirn-Darm-Achse?

Der Darm spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr von
Krankheitserregern und die Darmgesundheit wirkt sich auch unmittelbar
auf unser körperliches Wohlbefinden und unsere Psyche aus. Die
Darmbakterien verarbeiten die Nahrung und bilden daraus verschiedene
Vitamine, Hormone und Nervenbotenstoffe, z.B. Serotonin, das bei
Depressionen hilft. So unterstützen sie nicht nur das Immunsystem und
schirmen uns vor schädlichen Keimen ab. Sie wirken auch auf die
Kommunikation zwischen Hirn und Darm ein. Der Darm kann also über
Hormone und Nervenverbindungen mit dem Gehirn kommunizieren und steuert
damit Ängste, Gefühle, das Lernverhalten oder das Verlangen nach
bestimmten Stoffen. Man spricht hier auch von der „Hirn-Darm-Achse“. Bei
depressiven Menschen ist die Bakterienzusammensetzung im Darm häufig
verändert und gewisse Bakterienstämme sind unterrepräsentiert. Diese
kann man, z. B. durch den Verzehr probiotischer Lebensmittel
(Probiotika), wieder anreichern. Damit bessert sich dann auch die
Stimmung, wie in einigen Untersuchungen festgestellt wurde. Unser Bauch –
und vor allem der Darm – spiegeln tatsächlich unsere Emotionen wider.
Sie sind bei der Abwägung unterschiedlicher Möglichkeiten beteiligt und
reagieren auf Reize. Das merken wir auch, wenn wir „aus dem Bauch
heraus“ entscheiden oder uns beim Gedanken an etwas Unangenehmes
plötzlich der Appetit vergeht.

Warum ist eine ausreichende Versorgung mit den B-Vitaminen so wichtig?

Das Fehlen, speziell der Vitamine B1 und B12, kann Nervenschädigungen
hervorrufen. Bei einem nachgewiesenen deutlichen Mangel (das Labor bzw.
der behandelnde Arzt sollte neben den B12-Werten auch immer ein Blick
auf MCV/MCH werden) ist eine parenterale Therapie durch einen Arzt, also
eine direkte Injektion oder Infusion in den Blutkreislauf, angeraten.
Später kann ggfs. – je nach Ursache – auf eine Erhaltungstherapie
gewechselt werden. Insgesamt ist die Gabe eines Vitamin B-Komplex
empfehlenswert. Neben einer guten Versorgung mit B-Vitaminen können auch
eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung einen wichtigen
Beitrag zu einer Verbesserung der Lebensqualität und des allgemeinen
Wohlbefindens leisten.

Was ist eigentlich ein Reizdarm-Syndrom (RDS)?

Das Reizdarm-Syndrom ist eine funktionelle chronische
Verdauungserkrankung und hat viele Namen, z.B. funktionelle Diarrhoe,
nervöse Diarrhoe, vegetative Neurose, Dyssynergie des Colons,
Colonspasmen, spastisches Colon, Enterospasmus, muköse Colitis,
mukomembranöse Colitis oder irritables Colonsyndrom. Es zeichnet sich
durch chronische oder immer wiederkehrende Beschwerden (z.B.
Bauchschmerzen, Blähungen) aus, die häufig auch mit
Stuhlgangsveränderungen (wie Durchfall) einhergehen.

Die Beschwerden sind dabei so stark, dass sie die Lebensqualität der
Betroffenen stark beeinträchtigen. Es kann sogar soweit gehen, dass jede
Mahlzeit bei den Betroffenen mit Angst verbunden ist. Das RDS betrifft
häufig auch jüngere Menschen. In Deutschland leiden schätzungsweise
zwischen 5 % – 20 % der Bevölkerung am RDS. Frauen sind i.d.R. häufiger
als Männer betroffen. Das RDS tritt meist erstmalig im Alter von 20 – 30
Jahren auf, z.B. zu Beginn des Studiums oder beim Start ins
Berufsleben. Die typischen Symptome sind Blähungen, Durchfall,
Verstopfung, krampfartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und
Unwohlsein. Es müssen nicht alle Symptome vorliegen und die
Symptomausprägung ist zudem individuell sehr unterschiedlich. Da das RDS
sehr schambehaftet ist, ist davon auszugehen, dass viele Menschen mit
ihren Beschwerden nicht zum Arzt gehen und die Zahl der Betroffenen und
Leidenden deutlich höher als 20 % ist.

Was kann ich bei Störungen der Darmflora tun?

Unser wichtigstes Immunorgan in der Abwehr gegen Viren ist unser Darm.
Darum sollten wir ihn “gut” behandeln und pflegen. Antibiotika,
Schwermetalle, Nahrungsmitteltoxine, Unverträglichkeiten und
Ernährungsfehler belasten ihn in vielfältiger Weise. Die Folgen sind
Störungen der Darmflora (Dysbiose), Pilzbesiedelung (Candidose) oder
Löcher in der Darmschleimhaut (Leaky-Gut”). Eine Stuhluntersuchung kann
dabei helfen diese Belastungen aufzudecken. Einem Aufbau der
Schleimhautflora (z.B. durch geeignete Probiotika) sollte idealerweise
Darmreinigung vorangehen. Je nach Befund ist meist auch eine
Ernährungsberatung und anschließende Ernährungsumstellung notwendig.

Was sind Antibiotika-Resistenzen?

Antibiotika wurden und werden sowohl in der Humanmedizin als auch im
Bereich der Veterinärmedizin häufig zu leichtfertig angewendet. Die
häufige Verordnung von Antibiotika, insbesondere bei viral bedingten
grippalen Infekten, ist kritisch zu hinterfragen, da Antibiotika auch
nur bei bakteriell verursachten Infektionen wirken können.

Aber was sind nun Resistenzen?

Bakteriell verursachte Erkrankungen lassen sich meist wirksam mit
Antibiotika behandeln. Manchmal werden Bakterien unempfindlich gegenüber
Antibiotika, also resistent gegenüber Antibiotika und die üblichen
antibiotischen Medikamente wirken dann nicht mehr. Infektionen mit
resistenten Bakterien sind schwieriger zu behandeln und sogar bisher gut
behandelbare Infektionen können dann lebensbedrohlich werden. In diesem
Zusammenhang kommt in der Naturheilkunde den sekundären Pflanzenstoffen
(wie Bioflavonoiden, Polyphenolen, Anthocyanen) eine besondere
Bedeutung zu, denn viele dieser Stoffe besitzen abwehrstärkende,
entzündungshemmende und keimhemmende Eigenschaften. Diese bioaktiven
Pflanzeninhaltsstoffe, die auch als “Phytamine” oder “Phytonutrients”
bezeichnet werden, sind in den letzten Jahren immer stärker in den
Mittelpunkt der medizinischen Forschung und Studien gerückt.

Was versteht man unter Darmflora bzw. dem Mikrobiom?

Die Darmflora, auch Mikrobiom genannt, besteht aus über 100 Millionen
Bakterien, Pilzen und Viren. Sie wird maßgeblich durch unsere Ernährung
und unsere Lebensgewohnheiten beeinflusst. Ein gestörtes Mikrobiom steht
in Zusammenhang mit einer Vielzahl von Krankheiten wie
chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes, Fettleber,
Bluthochdruck, Demenz oder Tumorerkrankungen. Wir haben es also in der
Hand für unsere Darmgesundheit und damit für unser allgemeines
Wohlbefinden etwas Gutes zu tun.

Was versteht man unter Reizdarm?

Menschen, die unter einem Reizdarm leiden, können Blähungen oder
Stuhlgang nicht mehr gut kontrollieren. Es kommt häufig zu starken
Magen- und Darmkrämpfen. Die Betroffenen schränken sich meist aus Scham
stark ein und verzichten auf soziale Kontakte. In der Natur finden sich
einige unterstützende pflanzliche Hausmittel gegen die typischen
Reizdarmsymptome.

Wie hängen Reizdarm-Syndrom bzw. Reizmagen und Darmbarriere bzw. Mikrobiom zusammen?

Die Darmbarriere ist quasi unser Schutzschild zwischen außen und
innen. Sie ermöglicht, dass die „guten“ Substanzen passieren, und die
„bösen“ Substanzen (z.B. Giftstoffe) nicht durchgelassen werden.
Funktioniert unsere Darmbarriere nicht richtig, also gibt es eine
Störung bei der Durchlässigkeit (Permeabilität), sprechen Fachleute vom
sogenannten „Leaky Gut“, dem „undichten“ Darm.

Zur korrekten Funktion der Darmbarriere tragen Faktoren auf verschiedenen Ebenen bei:

Immunologische Schranke => Abwehrzellen

Physikalische Schranke => Darmschleimhautzellen

Mikrobielle Schranke => Darmflora

Wie wichtig ist der Darm für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Psyche?

Schon der der berühmteste Arzt des Altertums und Begründer der modernen
Medizin Hippokrates (ca. 460 bis 370 v. Chr.) sagte “Der Tod sitzt im
Darm”. Diese Aussage und ihre Verwendung bis heute zeigen die wichtige
Bedeutung des Darms als eines unser zentralen Organe. Der menschliche
Darm ist insgesamt bis zu 7 m lang und besteht aus Dünn- und Dickdarm.
Er ist das größte innere Organ des Menschen. Experten bezeichnen ihn als
Superorgan, denn er ist ein echtes Multitalent: Neben seiner Aufgabe
als Ausscheidungsorgan – ca. 30 Tonnen Lebensmittel werden im Laufe
unseres Lebens durch den Darm geschleust – sitzt auch der Großteil
unseres Immunsystems (ca. 70%) im Darm. Er spielt eine zentrale Rolle
bei der Immunabwehr und der Produktion von Vitaminen und Botenstoffen.
Der Darm wird auch als „Bauchhirn“ bezeichnet, denn in ihm finden sich
ca. 100 Millionen Nervenzellen, die unsere Verdauung steuern, Hormone
ausschütten, aber auch Schmerzsignale an das Gehirn senden. Kurz gesagt…
Fit im Darm = Fit im Kopf! Ein ganzheitlich therapeutischer Ansatz ist
ohne Berücksichtigung der Symbiose im Darm völlig undenkbar. Leider
leidet besonders der Darm unter der “modernen Lebensführung” mit viel
Stress, denaturierter Nahrung, viel Zucker und vorschnellem, meist
unnötigen Einsatz von Antibiotika. Die Folge ist eine negative
Veränderung der eubiotischen Darmflora. Daraus können sich dann
unterschiedlich starke Darmdysbiosen, Darmmykosen (Darmpilze),
Völlegefühl, Blähungen, Schleimhautreizungen und Verdauungs- und
Stuhlunregelmäßigkeiten entwickeln. Der Zustand der Darmflora ist
entscheidend für die Funktion des Darms als Toxin-, also
Giftausleitungsorgan.

Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen dem Zustand unseres Mikrobioms
und der Anfälligkeit für Blasenentzündungen, denn eine antibiotische
Therapie im Zusammenhang mit einer Blasenentzündung kann einen
Teufelskreis in Gang setzen: Antibiotika beeinträchtigt das „intestinale
Mikrobiom“, früher auch Darmflora genannt. Als Folge können
schleimhautschützende Stoffe für die Blasenschleimhaut nur noch
unzureichend gebildet werden und die Blasenschleimhaut wird dadurch
wiederum anfälliger für eine bakterielle Besiedelung. Eine chronische
HWI kann entstehen. Es ist daher immer sinnvoll neben der idealerweise
naturheilkundlichen Behandlung einer einfachen unkomplizierten
Blasenentzündung auch die Gesundheit des Mikrobioms zu erhalten und den
Darm zu pflegen. Eine gute Möglichkeit dazu sind z.B. probiotische
Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel mit milchsäurebildenden
Lebendkeimen.

Produkte (13)

Müssen die Produkte im Kühlschrank gelagert werden?

Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht notwendig. Wichtig ist besonders
bei Kapseln und Tabletten, dass diese nach der Öffnung möglichst wenig
Feuchtigkeit aufnehmen und keinen hohen Temperaturen oder direktem
Sonnenlicht ausgesetzt sind. Wir empfehlen einen trockenen, dunklen Ort
zur Lagerung. Bei flüssigen Produkten (wie z.B. dem
Grapefruitkernextrakt oder Hanf-Öl) kann die Lagerung im Kühlschrank die
Haltbarkeit durchaus günstig beeinflussen, ist aber nicht zwingend
erforderlich.

Sind sanitas Grapefruitkernextrakte (GKE) auch für Kinder geeignet? Falls ja, in welcher Dosierung?

Grundsätzlich empfehlen wir, bei Säuglingen und Kleinindern zwischen 0 –
5 Jahren auf die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln gänzlich zu
verzichten, außer die Medikation ist vom Arzt verordnet. Für Kinder
zwischen 5 und 12 Jahren empfehlen wir die Hälfte unserer normalen
Verzehrempfehlung.

Vegan, vegetarisch, Bio?

Uns ist das Tierwohl wichtig. Deshalb sind viele unsere Produkte bis auf
wenige Ausnahmen vegetarisch, vegan und – wenn möglich – sogar Bio.

Wann und wie soll ich Grapefruitkernextrakt einnehmen?

Wir empfehlen eine Einnahme von 3 x täglich 15 Tropfen, am besten eine
halbe Stunde vor den Mahlzeiten. Wer mag, kann unsere flüssigen
Grapefruitkernextrakte auch pur einnehmen. Ansonsten kann man auch die
Tropfen in ein halbes Glas Wasser geben und trinken. Auf dem Etikett
finden Sie aber immer eine Verzehrempfehlung, auch für die anderen
CitroBiotic-Produkte wie Bio-Grapefruitkernextrakt-Kapseln oder
Bio-Grapefruitkernextrakt-Tabletten.

Warum enthalten die Rosenwurz-Kapseln zusätzlich Vitamin B1 und Magnesium?

Stress, Hektik, Leistungsdruck und Reizüberflutung bestimmen vielfach
unser Leben. Wenn man sich den Anforderungen nicht mehr gewachsen
fühlt, können sich Körper und Geist nicht mehr genügend anpassen. Dann
sind Pflanzen wie die Rosenwurz gefragt.

Neurotrope Vitamine und adaptogene Pflanzenextrakte (wie die
Rosenwurz) können eine gute “Nervennahrung”, neudeutsch auch
“Brainfood”, sein. Die Gruppe der B-Vitamine umfasst acht wasserlösliche
Vitamine. Vitamin B1 unterstützt die körpereigenen Funktionen des
Nervensystems und stärkt Nerven und Muskeln. Magnesium zusätzlich trägt
zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung und zu einer normalen
Funktion des Nervensystems bei. Aus diesem Grund ist die Kombination aus
Rosenwurzextrakt mit Vitanmin B1 und Magnesium eine sinnvolle
Formulierung.

Was ist das Besondere an Quinton Hypertonic?

Quinton Hypertonic wurde entwickelt, um Mineralien-Defizite des Körpers
auf natürliche Weise auszugleichen. Die Elemente, die im Mendeleevs
Periodensystem aufgeführt werden, sind dabei für einen gesunden
Stoffwechsel unentbehrlich. Es hat einen sofortigen belebenden Effekt
und ist sehr wohltuend bei Erschöpfung durch körperliche und geistige
Anstrengung. Auch bei vielen Symptomen, die oft aus einem Defizit an
lebenswichtigen Mineralien resultieren (z.B. Anorexia, Asthenie,
Unterernährung, Osteoporose, orthostatische Synkope, u.v.m.) ist es
durchaus wohltuend.

Was ist das Besondere an Quinton Isotonic?

Die qualitative Zusammensetzung der Mikro-Mineralien in
Quinton-Isotonic ist proportional identisch mit der extrazellularen
Flüssigkeit (Intra-Umgebung). Natürliche Isotone bestimmen die
Zusammenstellung, das Gewicht und die vielseitigen Eigenschaften von
Quinton Isotonic. Es enthält alle Elemente des periodischen Systems.
Quinton Isotonic wurde entwickelt zur optimalen Regulation der
Homöostase.

Es dient der natürlichen Rehydration, ist eine komplette Ergänzung
von ionischen Substanzen und kann die Wiederherstellung der zellularen
Osmose unterstützen.

Was sind die Vorteile von Nahrungsergänzungen natürlicher Herkunft?

Es ist immer sinnvoll, Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden, die
natürlicher Herkunft sind. Diese kommen meist ohne überflüssige
Zusatzstoffe aus und können leichter vom Körper verstoffwechselt werden.
Insbesondere Präparate mit Pflanzenextrakten sind mehr als
synergistische Vielstoffgemische. Nahrungsergänzungen, die bio, vegan,
nachhaltig und ganzheitlich formuliert und hergestellt sind, können mit
den ihren innewohnenden Lebensprozessen die natürlichen
Regenerationskräfte im Menschen sehr gut ansprechen.

Werden bei der Herstellung von Grapefruitkernextrakt Bio (CitroBiotic) genveränderte Substanzen eingesetzt?

Nein, alle Produkte aus dem Hause sanitas sind GMO-free (Genetically
Modified Organisms). Zudem verbietet die Bio-Verordnung verbietet den
Einsatz von gentechnisch veränderten Substanzen bei Bio-Produkten. Sie
können also sicher sein, dass Sie ein qualitativ hochwertiges und
GMO-freies Produkt von uns als deutschem Hersteller erhalten.

Wie kann ich CitroBiotic-Grapefruitkernextrakt Bio als Tropfen in ml bzw. in Gramm umrechnen?

Man kann sich ungefähr an diesen Werten orientieren:

1 g CitroBiotic = 20 Tropfen

1 ml CitroBiotic = 22 Tropfen

Wie lange sind die Produkte haltbar?

Dies ist abhängig von der Art und den Eigenschaften des Produkts, aber
in der Regel sind sie mindestens 12-24 Monate haltbar. Das
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und die Lotnummer befinden sich auf der
Verpackung. Optimal ist eine trockene, lichtgeschützte und nicht zu
warme Lagerung unter 25°C. Das aufgedruckte MHD orientiert sich an den
verwendeten Rohstoffen, die von Natur aus in ihrer Haltbarkeit
variieren.

Wie sieht es aus mit der Pestizid-/Schadstoffbelastung in den sanitas-Biotee und Tees aus konventionellem Anbau?

Wir nehmen grundsätzlich alle Erkenntnisse zur Beschaffenheit von
Tees zum Anlass, die umfänglichen gemeinsamen Maßnahmen zur
Qualitätssicherung weiter zu optimieren. Die Schwierigkeiten und
Herausforderungen bestehen darin, dass es über 1000 unterschiedliche
Arten von Pestiziden auf dem Markt gibt, wie z.B. das umstrittene
Glyphosat. Die analytische Suche nach Rückständen ist aufgrund dieser
Vielfalt sehr aufwändig und teuer.

Es ist allerdings ein großer Unterschied, ob ein Lebensmittel
vollständig verzehrt werden (z.B. Obst und Gemüse) oder ob es nur
auszugsweise konsumiert wird. Selbst bei einer relativ hohen
Schadstoffbelastung gehen sich nur etwa 10 % der Schadstoffe aus den
Blättern in das fertig aufgegossene Getränk über. Das ist zwar
beruhigend, aber natürlich immer noch unbefriedigend.

Eine Alternative sind da Tees aus Bio-Anbau. Unsere Biotees stammen
alle aus kontrolliert-biologischem Anbau (k.B.A.). Deshalb ist eine
Pestizidbelastung allgemein auszuschließen. Die Einhaltung der strengen
Biorichtlinien in den Anbaugebieten wird durch die zuständigen
Biokontrollstellen vor Ort gewährleistet. Unsere Bio-Kontrollstelle ist
die GfRS, die Gesellschaft für Ressourcenschutz, in Göttingen. Unsere
Öko-Kontrollstellennummer ist DE-ÖKO-039.

Und für alle unsere Tees (inkl. der Tees aus konventionellem Anbau)
gilt natürlich: Jeder Tee, der über einen Großhandel vertrieben wird,
muss vorher bereits im Produktionsland selbst analysiert werden. Dies
bedeutet, dass der Großhändler international zertifizierte Labors direkt
vor Ort in China, Japan etc. beauftragt, den jeweiligen Tee auf
Rückstände zu überprüfen. Falls ein Tee die Grenzwerte überschreitet,
darf er nicht in die EU eingeführt werden.

Wir beziehen unsere Tees über einen renommierten deutschen Teeimporteur
mit Sitz in Bremen, der schon seit vielen Jahrzehnten im Teegeschäft
tätig ist und auch regelmäßig die Teeplantagen vor Ort in Augenschein
nimmt. Zudem werden unsere Produkte auch regelmäßig durch die für uns
zuständige staatliche Lebensmittelüberwachung untersucht. Bisher
verliefen alle Kontrollen ohne analytische Beanstandungen.

Wie sieht es aus mit der Qualität und Sicherheit?

Unabhängige Labore in Deutschland überprüfen regelmäßig die Qualität
unserer Produkte. Außerdem werden wir und unsere Produkte regelmäßig von
staatlichen Überwachungsbehörden überprüft.

Die Herstellung unserer sanitas-Produkte erfolgt in Deutschland unter
Einhaltung strengster pharmazeutischer und hygienischer Anforderungen
gemäß GMP (Good Manufacturing Practice, deutsch “Gute
Herstellungspraxis”) und HACCP (Hazard Analysis and Critical Control
Points, deutsch „Risikobasierende Gefahrenanalyse”).

Auch die die Rohstoffe für unsere Produkte wählen wir sehr bewusst
aus und orientieren uns hier an der Qualität. So besuchen wir z.B.
regelmäßig die Plantagen in Südeuropa, auf denen unsere Bio-Grapefruits
für unseren Bio-Grapefruitkernextrakt wachsen und stehen in ständigen
Austausch mit den Bauern der Kooperative.

Rohstoffe & Mikronährstoffe (11)

Gibt es Mikronährstoffe für einen gesunden Schlaf?

Durchaus, denn ein Mangel an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und
Spurenelementen kann die Schlafqualität verschlechtern. Und das Symptom
“Schlafmangel” an sich erhöht zudem bereits unseren Bedarf an
bestimmten Mikronährstoffen wie Vitamin C oder Vitamin B1.

Vitamin C (Ascorbinsäure) benötigt unser Körper, um die Aminosäure
Tryptophan zu 5-Hydroxytryptophan umzubauen. 5-Hydroxytryptophan ist die
Vorstufe von Serotonin und nur wenn ausreichend beruhigendes Serotonin
vorhanden ist, kann unser Körper ausreichend Melatonin produzieren.
Melatonin ist ein Schlafhormon.

Eine zentrale Rolle nimmt auch Vitamin B1 ein. Es steht mit den
Neurotransmittern Serotonin, Acetylcholin und Adrenalin in direkter
Beziehung und gilt als das Nervenvitamin. Bereits eine geringer Mangel
kann unsere Schlafqualität stark verschlechtern.

Bei Schlafstörungen helfen auch unterstützend Entspannungsmethoden
(z.B. Atem- und Meditationstechniken, Qi Gong), eine gesunde
Schlafhygiene (ab Mittag keine Reizstoffe wie Alkohol oder Nikotin, eine
nicht zu warme, aber dunkle Schlafumgebung, Vermeidung von üppigen
Mahlzeiten mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen), aber auch
bewährte Aromaöle wie Bergamotte- oder Zedernholzöl.

Was hat es mit dem Flavonoidgehalt auf sich?

Die natürlichen Bioflavonoide sind ein wertgebender Inhaltsstoff eines
Grapefruitkernextrakts und nur eins von mehreren Qualitätsmerkmalen.
Der Gehalt an Flavonoiden allein sagt wenig über die Qualität und
Effektivität eines GKE aus. Wichtig ist, dass es sich um einen
Vollspektrum-Extrakt handelt. CitroBiotic ist ein sogenannter
Vollspektrum-Extrakt. Er behält das Gleichgewicht bzw. das Spektrum der
verschiedenen Grapefruitbioflavonoide wie in der Frucht bei, ohne dabei
ein einzelnes Flavonoid zu überrepräsentieren. Flavonoide sind die
gelblich-orangen (flavus= lat.: blond, gelb) Pflanzenstoffe. Sie gehören
zu den wichtigsten Wirkstoffen der Phytotherapie. Viele Flavonoide sind
gleichzeitig ein Lebensmittel. Aus diesem Grund werden sie auch als
“semi-essenziell” bezeichnet. Wenn wir uns flavonoidreich ernähren, tun
wir unserem Körper in jedem Fall etwas Gutes, denn Flavonoide verfügen
über ein beträchtliches antioxidatives Potenzial. Sie sind im
Pflanzenreich weit verbreitet und kommen praktisch in jedem Obst und
Gemüse und in einigen Nuss- und Getreidesorten vor. Flavonoide sind
thermostabil, d.h., sie gehen beim Kochen nur geringfügig verloren. Sehr
flavonoidreiche Lebensmittel sind z.B. Brokkoli, Endivien, Zwiebeln,
Grünkohl, Preiselbeeren, Cranberries, Tomaten, Zitrusfrüchte (besonders
Grapefruits), aber auch Rotwein (bitte in Maßen!) und grüner Tee. Die
wertvollen Grapefruit-Inhaltsstoffe sind in der Frucht, der Schale und
im Kern unterschiedlich. In der Frucht, also im Fruchtfleisch, befinden
sich das bitter schmeckende Glykosid Naringin sowie Ascorbinsäure und
Thiamin. Die äußere gelbe Schale enthält Pinen, Limonen, Linalool,
Citrataldehyt und hat einen Ölgehalt von 20%. Die Grapefruitkerne bzw.
Grapefruitsamen beinhalten zahlreiche Bioflavonoide, unter anderem
Naringin, Hesperidin, Neohesperidin, Quercetin, Kämpherol, Rutin,
Limonin, Poncirin sowie weitere Inhaltsstoffe. Zur GKE-Herstellung
werden die Kerne und die weißen Schalenanteile verwendet, also die
Teile, die wir beim normalen Verzehr einer Grapefruit meist entfernen.

Was sind Adaptogene?

Innerhalb der vielen (Heil)pflanzen gibt es eine ganz besondere Gruppe,
die Adaptogene. Sie sind wahre Superfoods, echte Pflanzenpower für mehr
Widerstandskraft und Gelassenheit. Der Begriff stammt vom lateinischen
“adapto” ab, was soviel wie “anpassen” bedeutet. Adaptogene erhöhen die
Fähigkeit des Körpers und des Geistes, sich besser an besondere und
anstrengende Situationen anzupassen. Familiärer und viel Stress im Beruf
oder der Verlust eines geliebten Menschen können die seelische und
körperliche Gesundheit auf Dauer schwächen, denn negativer Dauerstress
vermindert die Aktivität des Immunsystems. Wir schlafen schlecht, es
kommt zu Herz-Kreislauf-Problemen oder Heißhunger, um nur einige Folgen
zu nennen.

Adaptogene enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Inhaltsstoffe wie
sekundäre Pflanzenstoffe, hormonähnliche Verbindungen, ätherische Öle
und Bitter- und Gerbstoffe. Die positiven Eigenschaften der Adaptogene
setzen durch eine dieser Gruppen ein oder sie wirken synergistisch.

Was sind eigentlich Probiotika?

Die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, definiert Probiotika als
“lebende Mikroorganismen, die dem Wirt einen gesundheitlichen Vorteil
bringen, wenn sie in ausreichender Menge aufgenommen werden”. Einfacher
gesagt.. Probiotische “gute” Bakterienstämme unterstützen die im Darm
vorhandene Mikrobiotika, indem sie mit gesundheitsschädlichen “bösen”
Bakterien um die Nährstoffe konkurrieren, das Eindringen von
gesundheitsschädlichen Bakterien hemmen bzw. durch die Bildung von
Abwehrstoffen die “bösen” Bakterien aktiv bekämpfen.

Probiotische Bakterien werden z.B. als milchsäurebildende Lebendkeime
als Reinkultur oder Gemische sowohl in Arzneimitteln als auch in
Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Zu den am
häufigsten verwendeten probiotischen Kulturen gehören verschiedene
Stämme der Laktobazillen und Bifidobakterien, die zur Ordnung der
Milchsäurebakterien gehören. Es werden aber auch Escherichia-coli-Stämme
oder Enterokokken verwendet.

Was sind Präbiotika?

Als Präbiotika werden unverdauliche Nahrungsstoffe bezeichnet, die den
“guten” (nicht krankheitserregenden) Bakterien als Energie- und
Nahrungsquelle dienen und so ihr Wachstum und ihre Vermehrung fördern.
Oft sind Präbiotika lösliche Nahrungsfasern (z.B. Inulin oder
Oligofructose). Diese finden sich u.a. in Chicorée, Artischocken,
Knoblauch oder Zwiebeln.

Welche Aufgaben und Funktionen hat Eisen im Körper?

Unsere Körperzellen sind zwingend auf Eisen angewiesen. Eisen ist also
ein essentieller Nährstoff. In der Wissenschaft unterscheidet man
zwischen Speichereisen (Ferritin) und Funktionseisen. Speichereisen
macht einen Anteil von ca. 30 % aus und ist v.a. in der Leber, Milz und
in der Darmschleimhaut in intrazellulärer Form (innerhalb der Zellen)
enthalten. Den Löwenanteil (ca. 70 %) macht das Funktionseisen aus. Es
heißt deshalb so, da es vom Körper in der aktiven Arbeitsphase benötigt
wird, also wenn es um Hämoglobin, Enzyme u.ä. geht. Eisen hat
lebenswichtige Aufgaben, insbesondere beim Sauerstofftransport. Dabei
heftet es den Sauerstoff an den Blutfarbstoff Hämoglobin in den roten
Blutkörperchen (Erythrozyten). Damit ist Eisen essentiell für unseren
Energiestoffwechsel. Außerdem übernimmt es bei dem Citratzyklus bzw. der
ATP-Synthese eine wichtige Rolle in den „Zellkraftwerken“
(Mitochondrien). Auch an unserem Hormonhaushalt ist Eisen beteiligt:
Eisenhaltige Enzyme leisten einen wichtigen Beitrag, damit das
Schilddrüsenhormon Thyroxin wirkt und die Entstehung von Pregnenolon aus
dem Cholesterin funktioniert. Eisenhaltige Enzyme spielen ebenfalls
eine wichtige Rolle bei Entgiftungsreaktionen, im Nervensystem und bei
der Regeneration unseres Bewegungsapparates.

Welche Funktion hat Vitamin B1 (Thiamin) in unserem Körper?

Vitamin B1 ist wichtig für die Nervenfunktion. Es unterstützt die
Informationsverarbeitung zwischen den Nerven. Zudem erfolgt die
Energiegewinnung in den Nervenzellen hauptsächlich durch den Umbau von
Kohlenhydraten – und daran ist Vitamin B1 maßgeblich beteiligt.

Welche Funktionen hat Vitamin B12 im Körper?

Alle B-Vitamine sind essenziell für die Funktion des Nervensystems. Ein
Mangel kann z.B. ursächlich für eine Neuropathie sein. Vor allem Vitamin
B12 (Cobalamin) spielt hier eine wichtige Rolle. Neben der Bildung von
Blutzellen und dem Energiestoffwechsel ist Vitamin B12 entscheidend am
Aufbau der Myelinscheide beteiligt. Es ist auch für die Bildung von
Neurotransmittern und Hormonen notwendig. Wichtig zu wissen ist, dass
Vitamin B12 nicht vom menschlichen Körper synthetisiert werden kann.
Enthalten ist es in relevanten Mengen vor allem in Fleisch, in Fisch,
Eiern und Milchprodukten.

Um vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden zu können, muss das
über die Nahrung aufgenommene B12 an das von den Belegzellen des Magens
produzierte Glycoprotein „Intrinsic-Factor“ gebunden werden. Über die
Dünndarmzellen erfolgt dann die Aufnahme dieses Komplexes ins Blut. Es
können mehrere Faktoren einen Vitamin B12-Mangel verursachen, z.B. eine
Fehl- bzw. Mangelernährung, eine Magenerkrankung, aber auch
Darmkrankheiten, z.B. Morbus Crohn oder das sogenannte
Malabsorbations-Syndrom.

Welche Funktionen hat Vitamin B6 im Körper?

Vitamin B6 (Pyridoxin) ist auch eine sehr wichtige Komponente für ein
intaktes Nervensystem. Vitamin B6 ist auch relevant für den Protein- und
Fettstoffwechsel und für hormonelle und immunologische Prozesse.

Welche sekundären Pflanzenstoffe gibt es und wie wirken diese?

Laut der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, sind für
folgende sekundäre Pflanzenstoffe gesundheitsfördernde Effekte
nachgewiesen:

– Flavonoide (z.B. Äpfel, Beeren, Cranberries, Grapefruits,
Kirschen): Antientzündlich, immunstärkend, blutdrucksenkend,
entzündungshemmend, antibiotisch

– Carotinoide (z.B. Karotten, Tomaten, Spinat, Melonen, Kürbis):
Antioxidativ, immunstärkend, entzündungshemmend, förderlich bei
Herz-Kreislauf-Erkrankungen)

– Phytoöstrogene (z.B. Nüsse, Sonnenblumenkerne): antioxidativ, immunstärkend

– Glucosinolate (z.B. Senf, Kresse, Kohl): immunstärkend, antioxidativ

– Sulfide (z.B. Lauch, Knoblauch): antibiotisch, antioxidativ, cholesterinsenkend, blutdrucksenkend

– Monoterpene (z.B. Minze, Kümmel, Zitrone): cholesterinsenkend, krebshemmend

– Saponine (z.B. Hülsenfrüchte, Soja, Hafer): antibiotisch, antifungal (pilzhemmend)

– Phytosterole (z.B. Weizenkeime, Sojabohnen): cholesterinsenkend

– Phenolsäuren (z.B. Roggenvollkorn, Kaffee): antioxidativ

– Polyphenole (z.B. Grünkohl, Beeren, Grüntee): verdauungsfördernd

Wofür sind sekundäre Pflanzenstoffe gut?

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass in vielen sekundären
Pflanzenstoffen ein hohes gesundheitliches Schutzpotential steck. So
können bestimmte Flavonoide vor verschiedenen Krebsarten schützen oder
unseren Blutdruck positiv beeinflussen. Auch entzündungshemmende und
antibakterielle Eigenschaften wurden dokumentiert. Eine isolierte
Aufnahme einzelner Pflanzenstoffe nutzt aber wahrscheinlich nur wenig,
denn viele Studien zeigen, dass die Stoffe ihre positiven Eigenschaften
gerade wegen ihres komplexen Gefüges entfalten, also nur im
Zusammenspiel miteinander wirken. Umso wichtiger ist es daher bei
flavonoidhaltigen Lebens- bzw. Nahrungsergänzungen darauf zu achten,
dass es sich z.B. um Vollspektrumextrakte handelt, bei denen das gesamte
Flavonoidspektrum (also so, wie es z.B. in der Frucht oder Pflanze
vorliegt) extrahiert wurde.